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Test: Inazuma Eleven 3: Team Oger greift an!

Ab heute steht das Fußball-RPG Inazuma Eleven 3: Team Oger greift an! für den Nintendo 3DS in den Regalen der deutschen Händler und wir haben uns diesen Titel für euch etwas genauer angesehen. Erfahrt in unserem Test, ob sich der Kauf lohnt!

Nintendo kündigt den Titel auf seiner Presseseite folgendermaßen an: „Inazuma Eleven 3: Team Oger greift an! erzählt die Geschichte von Canon Evans, Mark Evans’ Ururgroßenkel in der Zukunft. Das Ziel besteht darin, Fußball-Weltmeister zu werden.“ Klingt auf der einen Seite etwas verwirrend, aber auf der anderen Seite auch ziemlich interessant. Wir haben das Spiel für euch angespielt ohne einen vorherigen Titel der Reihe gespielt zu haben oder zu wissen, wer Mark Evans denn überhaupt ist.

Und da liegt auch schon das erste Problem, das wir mit dem Spiel hatten: Für Quereinsteiger des Fußball-Abenteuers ist es ziemlich schwer, der Story zu folgen, beziehungsweise erst einmal überhaupt in sie einzusteigen. Ohne eine wirkliche Einführung wird man in das Spiel gestoßen und schon nach kurzer Zeit gibt es einen Handlungssprung in eine andere Zeit- und damit auch Erzählebene. Die Story zieht sich und wird gefüllt mit irrelevanten und zu langen Dialogen zwischen verwirrend vielen Charakteren. Dafür sind die Zwischensequenzen anspruchs- und liebevoll in feinstem Anime-Stil gehalten und nutzen die Darstellungsmöglichkeiten des 3DS vorbildlich.

Leider gilt das nicht für das eigentliche Spiel und dessen Darstellung. Die Grafik der spielbaren Teile von Inazuma Eleven 3: Team Oger greift an! sieht teilweise lieblos und trist aus. Die Spielfiguren und das Leveldesign wirken schroff und kantig und die Farbauswahl monoton und unüberlegt. Da man die Fußballspiele größtenteils mit dem Pen steuert, findet der Großteil des Spiels auf dem Touchscreen des 3DS statt und nur die Zwischensequenzen und Spezialattacken der einzelnen Spieler werden auf dem 3D-Screen gezeigt. Ansonsten befindet sich auf diesem eine Übersichtskarte.

Wenn man zwischen den vielen und langen Zwischensequenzen dann doch einmal spielen darf, ist das Spielsystem ziemlich einfach und man kommt schnell hinein. Die Laufwege der einzelnen Spieler kann man mit dem Pen vorzeichnen, die jeweiligen Spielercharaktere folgen ihnen dann. Zumindest in der Theorie. In der Praxis gestaltet sich das Ganze leider etwas unpräzise, was sehr schade ist, da diese Art der Steuerung doch an sich sehr angenehm ist.

Befindet man sich im Angriffsmodus und rennt auf das gegnerische Tor zu, hat man zwei Möglichkeiten, an den Verteidigern der gegnerischen Mannschaft vorbeizukommen: Ausweichen oder Durchsetzen. Je nachdem, wie fit der jeweilige Spieler und sein Gegenspieler sind, kommt man dann weiter Richtung Tor oder verliert den Ball und muss den eigenen Kasten verteidigen. In diesem Modus gibt es dann wieder zwei Möglichkeiten, um den Ball zurückzubekommen: Ausweichen und Durchsetzen. Das Prinzip ist das gleiche wie im Sturm – nur eben auf die Verteidigung umgemünzt.

Die Besonderheit von Inazuma Eleven 3: Team Oger greift an! besteht in den Spezialfähigkeiten der einzelnen Spieler. Hat man genug Energie, kann man diese Special-Moves einsetzen und hat so einen klaren Vorteil gegenüber seinen Gegenspielern. Die Spezialattacken mit beeindruckenden Namen wie Schattenhagel oder Doppelvortex sehen wirklich ziemlich cool aus und werden auf dem 3D-Bildschirm beeindruckend dargestellt. Sie sind sowohl im Verteidigungs- als auch im Angriffsmodus verfügbar.

Zusammenfassend lässt sich zu Inazuma Eleven 3: Team Oger greift an! sagen, dass das Grundkonzept des Spiels zwar interessant ist, aber leider die Ausführung an zu vielen Ecken nervige Mängel hat. Die Story und die fast unzähligen Charaktere sind für Neulinge im Inazuma Eleven-Universum einfach zu verwirrend, die Grafik der spielbaren Teile überzeugt einen so gar nicht und die teilweise schwere Steuerung lässt einen doch ziemlich schnell die Lust verlieren.

Hier könnt ihr noch ein kurzes Video zum Spiel sehen:

Das denken wir:
Schade, ich mag Fußball und Anime und hatte mich wirklich auf Inazuma Eleven 3: Team Oger greift an! gefreut. Ich finde das Grundkonzept wirklich interessant, bin aber leider von der Umsetzung zu enttäuscht, als dass ich das Spiel durchzocken werde. Fans der Reihe kommen vielleicht auf ihre Kosten.

Unsere Wertung: