CitiesUP ist genau das richtige Brettspiel fĂŒr Freunde von Aufbausimulationen

Die kickstarter-Kampagne zum Brettspiel „CitiesUP“ lĂ€uft noch 20 Tage und ist bereits zu mehr als 2/3 finanziert. Dass die Methode des Crowdfunding nicht nur Freunde findet und große Risiken bergen kann, dĂŒrfte mittlerweile den Meisten klar sein, doch wir wollen noch einmal in aller AusfĂŒhrlichkeit auf mögliche Gefahren hinweisen:

Wie man mit dem auf Kickstarter eingesammelten Geld nicht umgehen sollte, hat Double Fine Productions eindrucksvoll vor einem Jahr mit den skandalösen VorgĂ€ngen rund um Spacebase DF-9 gezeigt, ein Spiel das mittlerweile von einer eifrigen Community weiterentwickelt wird, nachdem es vom Publisher unvollendet liegen gelassen wurde. Noch ein abschreckendes Beispiel gefĂ€llig? Der Release des im Jahr 2013 mit mehr als 1 Million Dollar finanzierten JRPGs Project Phoenix wurde erst kĂŒrzlich auf 2018 verschoben, ohne dass man den gutglĂ€ubigen Finanzierern eine RĂŒckerstattung angeboten hĂ€tte. Die mittlerweile mehr als 10.000 auf der kickstarter-Seite geposteten Kommentare sind nicht ausnahmslos freundlich formuliert.

CitiesUP hingegen macht einen grundsoliden Eindruck, insbesondere da die Entwicklungsphase des Spiels bereits beendet ist und laut den Bielefelder Spielerfindern von spectacled bear GAMES einige umfangreiche Testrunden gespielt wurden. Auch sind die gesetzten Stretchgoals nicht allzu ĂŒberambitioniert 
aber wenn jemand von euch tatsĂ€chlich ein vergoldetes Rathaus auf seinem Spielbrett sehen möchte, so ist auch das fĂŒr Geld zu haben.

Somit scheint die in der Kickstarter-Kampagne angestrebte Summe von mindestens 6.000€ ausschließlich fĂŒr die Fabrikation der Spiele Verwendung zu finden und das ist auch gut so.

Die prinzipielle Spielidee ist einfach wie genial und wird bei Freunden von Cities: Skylines oder der darbenden SimCity-Reihe Gefallen finden. Auf einer 7×7 Felder umfassenden SpielflĂ€che entsteht eine durch kleine Holzblöcke minimalistisch reprĂ€sentierte Stadt, die von 2-4 Spielern mit ElektrizitĂ€t, Wasser und stĂ€dtischen Dienstleistungen versorgt werden will. Im Gegenzug dafĂŒr erhĂ€lt man Steuerzahlungen, deren Höhe die Messlatte fĂŒr den Erfolg der FreizeitbĂŒrgermeister darstellt. Vor den Spielern liegen GebĂ€udekarten aus, auf denen die entsprechenden blauen Wasser-, gelben ElektrizitĂ€ts- und grauen Dienstleistungsspielsteine abgelegt werden. Durch die Verwendung handgefertigter Holzteile macht CitiesUP auch haptisch ordentlich was her.

Das Ziehen von Karten und die Handlungen der Mitspieler verĂ€ndern die ‚Skyline‘ der Stadt mit jedem Zug, sodass sich keine zwei Spielrunden gleichen dĂŒrften. Hier zeigt sich das “herausragende” Feature des Spiels: Die DreidimensionalitĂ€t der Stadt kommt, wie auch im zur Kampagne zugehörigen Video zu sehen ist, gut zur Geltung und zeigt dem Spieler, dass seine Handlungen einen direkten Einfluss auf das Stadtbild haben können.

Das denken wir:
Eine StĂ€dtebausimulation fĂŒr den Wohnzimmertisch? Ja, bitte!