DOOM: Zahlreiche neue Infos aufgetaucht

In der kürzlich erschienen Game Informer gab es eine Cover-Story zu DOOM. Das Team der Zeitschrift besuchte das Entwicklerstudio in Texas und förderte bei einem exklusiven Hands-On etliche neue Infos zu Tage. Außerdem sind weitere Details im NeoGAF-Forum aufgetaucht.

Demnach wird es diverse Modifikationen für Waffen geben, die in den verschiedenen Levels gefunden werden können. Unter anderem einen Fernzünder für den Raketenwerfer oder Granaten-Geschosse für die Schrotflinte. Doch nicht nur die eigenen Donnerbüchsen lassen sich aufrüsten – auch der Spieler selbst erhält neue Verbesserungen. So gibt es Charakter-Upgrades mit denen sich die Tragekapazität für Munition oder die Gesundheitspunkte dauerhaft steigern lassen. Neben den festen Upgrades wird es auch eine austauschbare „Perk-Rune“ geben. Diese kann zum Beispiel dafür sorgen, dass der Protagonist nach Nahkampfkills für eine gewisse Zeit schneller läuft.

Die Auswahl der Waffen wird bei DOOM über ein „Waffenrad“ erledigt. Damit ihr nicht gleich von den bösen Buben zerfleischt werdet, während ihr in aller Ruhe darüber nachdenkt, mit welcher Knarre ihr euch als nächstes durch die Dämonen-Massen schnetzeln wollt, wird das Spiel bei offenem Rad etwas verlangsamt – ähnlich wie beim V.A.T.S in Fallout 4. Allerdings haben es zwei dicke Brocken nicht in das Waffenrad geschafft: Die Kettensäge und die BFG. Diese liegen auf gesonderten Tasten, um schneller erreichbar zu sein. Wie gewohnt fräst sich die Kettensäge mit meist einem einzigen Treffer durch die Gegner und zur BFG brauchen wir wohl nichts zu sagen, oder?

Was die Story betrifft soll sich DOOM an seinen Vorgänger anlehnen. In einem Video berichtet eine gewisse Dr. Olivia Pierce von einer Dämonen-Entfesselung durch eine religiöse Kult-Zeremonie. Als Schauplätze wurden ein UAC-Bunker, die Lazarus Facility, die Mars-Oberfläche und Titan’s Realm genannt. Letzteres ist der ehemalige Aufenthaltsort großer Titanen in der Hölle. Im Allgemeinen legt die Hölle deutlich mehr Wert auf vertikales Gameplay. Außerdem wird es in den Levels viele versteckte Geheimräume geben, die zum Erkunden einladen sollen. Farbige Schlüsselkarten sind auch wieder mit von der Partie und sorgen für erneute Besuche in bereits bekannten Arealen. Die Anzahl der Feinde, gegen die man im Singleplayer gleichzeitig kämpfen kann, wurde nicht genannt. Jedoch war die Rede von einer “Dämonen-Lawine” oder einem “Blutbad”.

Wo wir gerade beim Thema sind: Es gibt neue Gegner! Im Video der E3 durften wir den Plasma-Kanonen schwingenden Mancubus bewundern. Scheinbar wird es eine alternative Version mit Flammenwerfern geben. Der besessene Ingenieur, der einen Treibstofftank auf dem Rücken trägt, und ein nicht weiter beschriebener “Beschwörer” reihen sich in die Masse der Gegner ein. Jeder Dämon wird auch einen eigenen Schwachpunkt besitzen, zum Beispiel eine nicht gepanzerte Körperregion.

Neben dem Singleplayer spielt natürlich auch der Mehrspieler-Teil von DOOM eine große Rolle. Vorgestellt wurden die Modi Warpath und Clan-Arena. Bei Warpath müssen die Spieler einen bestimmten Bereich der Map kontrollieren, während sich dieser bewegt. Der Clan-Arena-Modus ist eine teambasierte Variante von Last Man Standing. Zwar erhalten alle Spieler zu Anfang volle Lebenspunkte, Rüstung und Munition, dafür gibt es während der Runde keine Pick-Ups oder Demon Tokens. Mit einem Demon Token verwandelt sich der Spieler, wie der Name schon sagt, in einen Dämon – zumindest bis er vom gegnerischen Team getötet wird. Spielbar waren der Revenant, welcher mit Raketenwerfern auf den Schultern durch die Gegend spaziert, und der Baron of Hell. Dieser kann seinen Feinden mit einem Nahkampfangriff zu Leibe rücken oder mit einem kräftigen Stampfen eine kreisrunde Welle der Schmerzen entfesseln. Insgesamt hat es den Anschein, dass es im Multiplayer mehr Waffen als im Einzelspieler-Teil von DOOM geben wird – einschließlich einer „Lightning Gun“. Durch den Multiplayer-Fortschritt lassen sich zusätzliche „Hack Module“ freischalten. Eines dieser Module ist der „Supply Timer“, welcher euch die Spawn-Zeit für Pick-Ups anzeigt. Allerdings sollen diese Module die Balance nicht beeinflussen.

Wem Single- und Multiplayer zu langweilig werden, der kann sich im SnapMap-Editor vergnügen. Dieser „Level-Baukasten“ wurde zusammen mit Escalation Studios entwickelt. Leider wird es neben SnapMap keine weiteren Mod-Tools geben. Eigene Texturen oder Räume lassen sich demnach nicht erstellen – es muss also auf bestehende Teile zurückgegriffen werden. Immerhin ist die Bedienung des SnapMap-Editors kinderleicht und intuitiv. Die Intelligenz der Gegner lässt sich zu einem gewissen Grad anpassen. Ebenso können die Monster einem Team zugeordnet werden und kämpfen dann an der Seite der Spieler. Als denkbare Modi, beziehungsweise Karten, werden Racing Challenges, Singleplayer-Missionen, Tower Defense und VIP-Eskorten genannt. Die fertigen Kreationen werden über den „SmartHub“ verteilt. Dort lassen sich alle Einsendungen nach Bewertungen, Spielerzahlen, Nutzer-Profilen etc. filtern – ähnlich wie beim Super Mario Maker. Die Downloads der erstellten Levels fallen klein aus. Es wird lediglich eine Datei mit Anweisungen benötigt, da sich die Inhalte bereits auf der Festplatte befinden. Für SnapMap sind zahlreiche Tutorials geplant.

Zur Technik gab es nicht viel neues. Die idTech 6-Engine ähnelt dem Vorgänger, besitzt aber einen völlig neuen Physik-Renderer. PC-Spieler werden in den Genuss von “Schiebereglern” und Multi-Sampling-Optionen kommen. Weitere Einzelheiten zur PC-Version gibt es jedoch nicht.

Am Release ändert sich nichts, DOOM soll wie geplant im Frühjahr 2016 erscheinen.

Das denken wir:
So viele neue Infos – Wahnsinn! Ich bin schon so gespannt auf das Game! Wie ist es bei euch?

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