Resident Evil 5 (Remastered) im Test – Alter frischer Wind

Nach dem Resident Evil Zero / Resident Evil HD-Doppel bringt Capcom nun auch Resident Evil 5 als Remaster heraus. Als letzter Release der Haupt-Serie, vor der Veröffentlichung von Resident Evil 7, verspricht Resident Evil 5 auf der Playstation 4 und Xbox One grafische Verbesserungen. Wie diese ausgefallen sind und ob der Titel auch 2016 noch Spaß macht – das und mehr erfahrt in unserem Test.

Als Resident Evil im 2009 fĂĽr die Playstation 3 und Xbox 360 erschien, da wurde einiges an Staub aufgewirbelt. Während Resident Evil 4 bereits auf viel Action setzte, so ging Resident Evil 5 weiter und warf groĂźe Teile des altbewährten Horrors frĂĽherer Teile ĂĽber Bord. Stattdessen wurde der Anteil an Survival Horror angehoben und wir kämpfen mit Chris Redfield und seiner Partnerin Sheva Alomar gegen einen Zombievirus in Afrika. So wirkte Resident Evil 5 schon damals eher wie ein klassischer Action-Shooter mit Horror-Elementen. Meine Meinung dazu ist gleich geblieben: Wenn man Resident Evil 5 als eigenständigen Titel mit frischen Ideen und rasantem Gameplay, ohne die BĂĽrde und Tradition der Vorgänger, betrachtet und schätzt – dann ist es wirklich ein gutes Spiel. Der Wechsel vom “Ur-Zombie” auf den Parasiten, der uns die verschiedensten Gegnerformen vor unser umfangreiches Waffenarsenal setzt und zum Abschuss freigibt, tat der Serie richtig gut. Man muss Resident Evil 5 nur eben als das verstehen, was es ist: ein neuer, ĂĽberaus spaĂźiger Ansatz – samt erstmaligem Coop-Modus.

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Und da die Änderungen an Resident Evil 5 rein kosmetischer Natur sind, gilt das nach wie vor. Als rein technisches Remaster sind die grafischen Neuerungen natürlich von besonderem Interesse. Und die haben es in sich: Auf Microsofts und Sonys neuesten Konsolen läuft das Action-Abenteuer mit stattlichen 60 Bildern pro Sekunde mit Full HD-Auflösung in 1080p. Besonders die erhöhte Bildrate tut dem schnellen und jetzt butterweichem Gameplay einen riesen Gefallen.

Besonders positiv fallen auch die verbesserten Lichteffekte auf. Im sonnigen Afrika strahlt die Sonne immer wieder durch löchrige Dächer und zwischen Frachtcontainern hindurch und wirft so Licht und Schatten auf unsere Hauptfiguren. Auch die sehen übrigens außerordentlich gut aus: Wie auch in der Origins Collection wurden die Modelle der Hauptfiguren erfolgreich überarbeitet. Leider sind auch in Resident Evil 5 die Hintergrundtexturen nicht gut gealtert und reißen uns mitunter ins Jahr 2009 zurück. Insgesamt ist Resident Evil 5 aber absolut ansehnlich ausgefallen.

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Abgerundet wird das Paket durch die zusätzlichen Inhalte, die nach Release des Originals nach und nach veröffentlicht wurden – und im Remaster enthalten sind. Dazu gehören einerseits zwei neue Story-Episoden, die uns auch in die Haut von Jill Valentine schlüpfen lassen, und andererseits eine Neuauflage des Mercenary-Modus, in dem wir zahlreiche Gegnerhorden in einem Zeitintervall erlegen müssen. Somit enthält das HD-Remaster von Resident Evil 5 auf der Playstation 4 und Xbox One das aufgehübschte Hauptspiel samt aller veröffentlichten Zusatzinhalte.

Unser Fazit:
Die Debatte bleibt auch 2016 die gleiche: War Resident Evil 5 zu actionlastig? Was hat die neue Richtung mit der traditionsreichen Serie angestellt? Die Antwort darauf, wie man zur damals neu eingeschlagenen Richtung steht, die muss jeder fĂĽr sich entscheiden. Wer aber mit Resident Evil 5 schon 2009 seinen SpaĂź hatte und das erste – und einzig gute – actionreiche Kapitel der Reihe neu erleben möchte, der kommt um diese Version nicht herum. Die zu größten Teilen erfolgreichen grafischen Besserungen und die Zusatzinhalte machen Resident Evil 5 zu einem lohnenswerten Gesamtpaket.

Wertung: (4.0 / 5.0)