Injustice 2 Vorschau: Jeder Kampf definiert dich

“Jeder Kampf definiert dich” – mit diesem Slogan wird für Injustice 2 geworben. Und das hat natürlich seinen Grund. Dazu gleich mehr. Ich hatte auf der diesjährigen Gamescom die Möglichkeit, den kommenden Prügler von NetherRealm, den Machern von Mortal Kombat X, anzuspielen. Was euch erwartet, erfahrt ihr in den kommenden Zeilen.

Der eben erwähnte Slogan definiert das wichtigste Feature in Injustice 2. Hier ist gemeint, dass man nach den Kämpfen mit Items belohnt wird. Items, die die einzelnen Attribute von Batman, Superman und Co. verbessern. Wer also fleißig spielt, der wird mit immer besseren Items belohnt, die den Helden (oder Schurken) nicht nur stärker machen, sondern auch dessen Aussehen verändern.

Dieses neue Gear-System hat zwei Vorteile: Ersten wird man dadurch bei der Stange gehalten, da man seinen Helden ständig verbessern kann. Und zweitens stößt man in Online-Matches wahrscheinlich ziemlich selten auf Charaktere, die gleich aussehen. Die Entwickler versprechen schließlich tausende Items, wie etwa Armschienen, Stiefel und Helme. So kann man seinen Charakter ganz nach den eigenen Vorstellungen zusammenbauen.

Dieses Gear-System hat natürlich zur Folge, dass ein High-Level-Charakter stärker ist, als ein Fighter, der gerade erst angefangen hat, Injustice 2 zu spielen. Damit das Ganze auch fair abläuft und keine Balance-Probleme auftreten, wird es aber zwei Spielmodi geben. Somit müssen auch Neulinge keine unfairen Nachteile befürchten.

Ja, das ist tatsächlich die wichtigste Neuerung in Injustice 2. Ansonsten erwarten euch wie gewohnt brachiale Fights mit coolen Übergängen zwischen den einzelnen Levelabschnitten. Es sieht einfach beeindruckend aus, wenn Superman zu einem fetten Hieb ausholt, diesen im haarigen Gesicht des DC-Antagonisten Gorilla Grodd versenkt, worauf der stämmige Affe durch eine Ziegelwand kracht. Der Sound fällt hier übrigens besonders positiv auf. Man spürt förmlich wie heftig eine Attacke ist, wenn ein Charakter mit einem fetten “KAWOOM” den Asphalt küsst. Aber das kennt man ja auch schon aus dem Vorgänger.

Injustice 2 führt übrigens die Story von Injustice: Götter unter uns fort. Batman und seine Verbündeten wollen die Gesellschaft wieder aufbauen und treten dabei jedem in den Arsch, der Supermans Herrschaft auferstehen lassen will – that’s it.

Bisher wurden elf Charaktere vorgestellt: Aquaman, Atrocius, Batman, Flash, Superman, Wonder Woman, Supergirl, Blue Beetle, Gorilla Grodd, Deadshot und Harley Quinn. Insgesamt wird es aber 28 wählbare Charaktere geben.

Ich bin in einem Match mit Batman gegen Harley Quinn angetreten. Auffällig war, dass wir beide versucht haben, häufig Schaden aus der Distanz anzurichten. Während ich mit Fledermäusen und dem Batarang aus sicherer Distanz angriff, hetzte mir Harley Hyänen auf den Hals. Das Match machte richtig Laune, was vor allem daran liegt, dass das Kampfsystem ziemlich eingängig ist, aber ausreichend Freiraum für etwas Taktik lässt – vorausgesetzt man ist schnell genug am Controller. Grafisch machte das Ganze einen ganz guten Eindruck, haute mich aber auch nicht vom Hocker. Auch manche Animationen wirkten etwas abgehackt, aber dafür überzeugten die episch inszenierten Special Moves.

Das denken wir:
Kurz und knapp: Wer den ersten Teil mochte, der sollte sich Injustice 2 schon mal vormerken. Die Kämpfe sind brachial inszeniert und machen Spaß, die Charaktere spielen sich sehr abwechslunsgsreich und die krachenden Wechsel zwischen den einzelnen Levelabschnitten sorgen für eine Dynamik, die man sich in vielen anderen Beat ’em ups wünschen würde. Abgesehen davon sorgt das neue Gear-System für die nötige Langzeitmotivation.

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