“Destiny hat mein Leben gerettet” – Rentner rührt mit seiner Geschichte Fans und Bungie

Ab und an stößt man auf wirklich bewegende Geschichten im Netz, die man einfach gerne weiterverbreitet. Wirklich bedeutende Geschichten, die mit dem wahren Leben zu tun haben – abseits von technischen Fakten, Game-Updates und anderen unbedeutenden News. Geschichten wie diese hier:

Die Destiny-Spielerin und Twitch-Streamerin lucent_beam quatscht im Spiel ab und an Low-Level-Hüter an, um ihnen zu helfern. Wenn der anderen Spieler die Einladung annimmt, dann erledigt sie mit ihm Missionen, Strikes und gibt Ratschläge. Das Ganze nennt sie die “Tower Challenge”.

Letztens hat sie mit einem Rentner gespielt, dessen Geschichte sie im Netz geteilt hat und auf die mittlerweile sogar Bungie aufmerksam geworden ist.

Der Rentner spielt Destiny meistens alleine. Er hat sich aber ein Mikrofon zugelegt und mit einem anderen älteren Spieler Freundschaft geschlossen. Dieser hat ihm beigebracht, wie das Infusion-System funktioniert. Insgesamt hat er 600 Stunden in Destiny verbracht. Das Ergebnis: drei Charaktere auf 380, 376 und 371. In der gesamten Spielzeit hat er noch keinen Dämmerungsstrike und auch keinen Raid erledigt. Und im Gegensatz zu den meisten Spielern googelt er nicht, um herauszufinden, wie Dinge in Destiny funktionieren. Er spielt einfach.

Während lucent_beam dann mit dem alten Mann gespielt hat, erzählte er ihr irgendwann seine bewegende Geschichte. „Ja, das Spiel hat tatsächlich mein Leben gerettet. Meine Frau ist Weihnachten 2014 gestorben. Mein Sohn 9 Monate später. Ich erziehe meine 11 Jahre alte Enkelin, von meiner Familie ist sonst keiner mehr da. Ich bin im Ruhestand, aber das Spiel hält meinen Verstand wach. Ich meine, ich fühle mich, als würde ich hier leben. Ich hab lebhafte Träume davon, hier zu sein. Die sind wirklich aufregend. Ich hab die aufregendste Zeit meines Lebens, wenn ich hier bin“, so der Mann.

Hier könnt ihr euch einen Teil des Gesprächs anhören:

Diese Geschichte hat mittlerweile über 5000 Upvotes auf Reddit.

Und auch wenn das Ganze sehr traurig ist, ist es doch schön, dass der Mann in einem Spiel etwas gefunden hat, das ihn beschäftigt und das ihm Freude bereitet. Denn genau dafür wurden Videospiele doch erfunden.

Das denken wir:
Diese Geschichte ist traurig und schön zugleich.