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Warum SCUM das beste Survival-Game der letzten Jahre werden könnte

Mit SCUM hat das kroatische Studio Gamepires einen ordentlichen Kracher in der Mache. Wir haben bereits über ein ziemlich cooles Feature des Survival-Titels berichtet: Es werden nur Gegner gerendert, die man auch wirklich wahrgenommen hat. Dadurch macht der Titel den unfairen Vorteil für Third-Person-Spieler zunichte.

Allerdings hat SCUM noch zahlreiche weitere Feinheiten auf Lager. Zum Beispiel die geregelte Nahrungsaufnahme. Neben den, mittlerweile in Spielen üblichen, Bedürfnissen wie Hunger und Durst, ist auch die Anzahl der aufgenommenen Kalorien ein wichtiger Faktor. Jeder Körper hat einen gewissen Grundumsatz und dieser möchte mit ausreichend Nahrung gedeckt werden.

Auch wenn das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist, lassen sich die benötigten Kalorien nicht auf einmal zuführen. Schließlich hat der Magen ja nur ein begrenztes Fassungsvermögen und ein voller Magen macht müde. Dabei wird von den Muskeln bis zum Mageninhalt alles simuliert – selbst der Vitaminhaushalt.

Das mag auf den ersten Blick extrem übertrieben wirken, ermöglicht aber eine extrem genaue Anpassung des eigenen Charakters. Doch wie wirkt sich das genau auf das Gameplay aus? Die Antwort ist ziemlich einfach: Genauso wie im echten Leben! Ein schlechter Vitaminhaushalt geht mit einem schwachen Immunsystem einher. Dadurch steigt das Risiko einer Erkrankung. Man wird schneller müde und die Leistungsfähigkeit sinkt. SCUM setzt auf RPG-ähnliche Werte wie Stärke, Intelligenz und Geschicklichkeit. Diese Werte beeinflussen das Verhalten und die Leistungen unserer Spielfigur.

Körperbau, Geschicklichkeit und Ausrüstung haben einen starken Einfluss auf die Fortbewegung. Im Grunde genommen gilt: Je weniger man mit sich rumschleppt, desto besser kommt man über Zäune und durch Fenster. Denn SCUM bietet Fortbewegungsmöglichkeiten die sehr stark an Parkour erinnern.

Im waffenlosen Kampf haben Spieler mit viel Stärke und Geschicklichkeit natürlich einen Vorteil. Schnelle Kombinationen und ansehnlicher Schaden lassen den Gegner schnell alt aussehen. Allerdings ist auch die angelegte Ausrüstung ein sehr wichtiger Faktor. Mit mehreren Lagen an Kleidung und einem vollen Rucksack lässt es sich einfach nicht so gut kämpfen. Die eigene Figur bewegt sich deutlich träger und kann nur noch schlecht ausweichen.

Etwas weniger Einfluss nimmt die Kleidung auf das Handhaben der Schusswaffen. Hier zählen vor allem Skill, Stärke und Intelligenz. Letzteres ist hauptsächlich für Scharfschützen entscheidend. Der Stärke-Wert wirkt sich hauptsächlich auf den Rückstoß und die Streuung der Waffe aus. Jedoch spielen auch das verwendete Kaliber, die eigene Ausdauer und die äußeren Umwelteinflüsse eine wichtige Rolle. Neben verschiedenen Munitionsarten stehen auch unterschiedliche Zielfernrohre zur Verfügung. Bevor die Scopes anständig funktionieren, müssen diese für jede Waffe extra kalibriert werden.

Doch auch die äußeren Umwelteinflüsse werden bei SCUM sehr ernst genommen. Gewässer und Regen sorgen für nasse Kleidung. Diese wiederum senkt die Körpertemperatur und führt im schlimmsten Fall zum erfrieren. Zudem sind nasse Klamotten verdammt schwer – bei vielen Schichten kommt ein ordentliches Gewicht zusammen. Rucksäcke mutieren beim schwimmen sogar schnell zur tödlichen Falle. Entweder lasst ihr eure Beute zurück oder ihr wandert, zusammen mit dem Rucksack, auf den Grund des Gewässers.

Nach dem Ausflug ins kühle Nass trocknet man seine Ausrüstung am besten an einem Lagerfeuer. Dabei hat die Luftfeuchtigkeit und das Material einen großen Einfluss auf die benötigte Zeit. Während ein Stahlhelm fast sofort trocken ist, lassen sich Shirts und Hosen deutlich mehr Zeit – und schummeln geht nicht! Zieht man beispielsweise ein trockenes T-Shirt an, obwohl die taktische Weste noch nass ist, wird auch das T-Shirt wieder etwas feucht.

SCUM setzt also auf ein sehr realistisches Gameplay. Viele frische Ideen sorgen für spielerische Kniffe und eröffnen zahlreiche Möglichkeiten für die Entwicklung des eigenen Charakters. Deshalb hat der Titel gute Chancen, das beste Survival-Game der letzten Jahre zu werden.

Das denken wir:
SCUM bringt mit Sicherheit frischen Wind in das Genre der Survival-Games.

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