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Carried Away im Hands-on: Bridge Constructor trifft Skiurlaub

Im Rahmen der Gamescom lud uns der britische Publisher Curve Digital zu einem Hands-on für Carried Away aus dem Hause Hugecalf Studios ein. Dabei durften wir uns in den verschneiten Bergen so richtig austoben. Ob uns der Ausflug in die digitale Wintersport-Welt gefallen hat, erfahrt ihr in unserer Preview.

Der Einstieg in Carried Away gelingt spielend einfach – was nicht zuletzt am bekannten Gameplay liegt. Denn der Titel setzt auf vertraute Bridge Constructor-Elemente und kombiniert sie mit Schleppliften, Sesselbahnen, Gondeln und sogar Schneemobilen. Außerdem kommen auch Fans der Trials-Spiele auf ihre Kosten.

Zwar müssen wir unsere kleinen Wintersportler lediglich sicher von A nach B bringen, doch Hindernisse wie zum Beispiel Bäume und Abgründe machen uns das Leben schwer. Die Seilbahnen konstruieren wir, wie bereits erwähnt, wie die Brücken eines klassischen Bridge Constructors. Verstrebungen sichern die Türme gegen Einstürzen und Rollen halten unser Seil in der Spur – zumindest in der Theorie. Jedes Level bringt eigene Beschränkungen in Sachen Budget und Bauteilen mit sich. Neben einfachen Materialien stehen uns auch verstärkte Streben, Booster-Rampen und Schneekanonen zur Verfügung.

Vor allem diese besonderen Elemente machen Carried Away zu einem richtigen Spaß mit enormen Suchtfaktor. Zum Glück wird die Kampagne, welche derzeit ungefähr 50 verschiedene Level beinhaltet, regelmäßig mit Updates erweitert. Doch trotz der großen Anzahl fühlt sich jedes Level einzigartig an. Dafür sorgen auch die Stages im Stil der Trials-Spiele, welche den Spieler einen Skifahrer, einen Snowboarder oder einen Schneemobilfahrer durch die Winterlandschaft steuern lassen. Auch hohe Sprünge und flotte Saltos dürfen da nicht fehlen. Wer auf besondere Herausforderungen steht, der kann in jedem Level zusätztliche Medallien verdienen. Zum Beispiel durch besonders niedrige Baukosten oder das einsammeln von schwer zugänglichen Sternen.

Doch es geht nicht immer alles gut aus und das lässt uns Carried Away auch ziemlich deutlich wissen. Die gestürzten Wintersportler färben den Schnee in gewohnter Super Meat Boy-Manier großflächig rot. Dabei merkt man schnell, dass es auch ordentlichn Spaß machen kann, den Pixelsportlern beim Scheitern zuzusehen. Damit alle etwas davon haben, lassen sich die Replays der einzelnen Level mit der Welt teilen. Dies geschieht, ganz simpel, per Mausklick aus der Galerie heraus.

Wer die Kampagne beendet hat oder einfach eine Pause von selbiger braucht, der kann sich im integrierten Level-Editor nach Herzenslust austoben. Das Gelände lässt sich einfach an die eigenen Wünsche anpassen und mit den nötigen Gebäuden bestücken. Anschließend kann die eigene Kreation über den Steam Workshop geteilt werden. Somit sorgt Carried Away für lange anhaltenden Spielspaß und ordentlich Abwechslung.

Auch auf der technischen Seite weiß Carried Away zu gefallen. Für die Seile wurde eine extra Physik entwickelt, welche auf sämtliche Drücke und Spannungen reagiert. Dadurch wird jeder Lift zu einer wahren Abenteuerfahrt. Die Grafik ist in einem ansehnlichen Low-Poly-Stil gehalten, welche trotzdem zahlreiche kleine Details bietet. Dadurch passt die Grafik perfekt zum allgemeinen Spielgefühl. Die Steuerung ist eingängig und geht bereits nach kurzer Zeit leicht von der Hand.

Derzeit befindet sich Carried Away noch im Early Access-Programm von Steam. Während dieser Phase soll die Kampagne auf 100 verschiedene Spielstufen heranwachsen. Außerdem möchten die Hugecalf Studios neue Designs integrieren. Dazu zählen Nachtfahrten, Fahrten bei Sonnenaufgang und ein generelles Sommer-Theme. Letzteres ist vor allem für die Mountainbiker interessant, welche später ihren Einzug in das Spiel halten sollen.

Fazit:
Carried Away ist ein wirklich spaßiger Zeitvertreib mit ordentlichem Suchtfaktor. Das Bauen der Seilbahnen und die Steuerung im Allgemeinen geht leicht von der Hand. Immerhin setzt Carried Away auf bereits bekannte Spielprinzipien. Dennoch gilt auch hier: Leicht zu lernen aber schwer zu meistern. Das Sammeln der Medallien sorgt für etliche Stunden an zusätzlichem Spielspaß. Die Level im Trials-Stil sorgen für eine willkommene Abwechslung und die Kombination mit dem Bridge Constructor-Gameplay ist so simpel wie genial. Die stimmige Grafik wertet das Spielerlebnis noch einmal auf. Carried Away ist ein beachtliches Spiel, wenn man bedenkt, dass der Titel lediglich von drei Leuten entwickelt wird.

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