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3D: Fluch oder Segen?

Die 3D-Technik gibt es nun schon seit den Fünfzigern und war damals ein ziemlicher Renner, doch sie geriet im Laufe der Zeit etwas in Vergessenheit. Die Technik entwickelte sich zwar stetig weiter, aber Auswirkungen auf den Konsumentenmarkt hatten diese Entwicklungen bis vor einigen Monaten nicht wirklich.

Als die CES in Las Vegas 2009 in vollem Gange war und die neuen 3D-Fernsehgeräte für Jedermann vorgestellt wurden, dachte ich mir zum ersten Mal “jetzt wird´s ernst!”. Ich stellte mir einige Fragen auf die ich keine Antwort wusste. Erleben wir wirklich ein 3D-Revival? Will ich wirklich ständig mit einer blöden 3D-Brille vor dem Fernseher sitzen und woher verdammt nochmal bekomme ich die Kohle für so einen Fernseher, wenn ich die vorherigen Fragen mit ja beantworten kann?

Mittlerweile bin ich mir zumindest sicher, dass die 3D-Technik in absehbarer Zeit auch in den meisten heimischen Wohnzimmern Einzug halten wird. Viele Sportereignisse – wie die WM – wurden bereits in der dritten Dimension ausgestrahlt. Kinofilme, wie Avatar, sind Kassenschlager und ich selbst fand ihn – zumindest aus technischer Sicht – genial. Die 3D-Features in aktuellen Games konnten mich jedoch bisher nicht wirklich überzeugen.

Ob ich wirklich ständig mit einer 3D-Brille vor dem Fernseher sitzen möchte? Ich dachte die Frage mit einem klaren “Nein” beantworten zu können. Da man aber (fast) alles ausprobieren sollte, bevor man sich ein Urteil darüber machen kann, testete ich in einem Fachmarkt einen der neuen 3D-Fernseher mit der dazugehörigen Brille. Abgesehen davon, dass die Demo-DVD nicht annähernd an die Qualität einer Kinoproduktion – wie etwa Avatar – heranreichte, muss ich sagen, dass ich definitiv nie mit so einer Brille länger vor dem Fernseher sitzen möchte. Warum? Ganz einfach, weil es unbequem ist. Auf die Frage “Woher bekomme ich die Kohle?” habe ich leider immer noch keine Antwort.

3D kommt, ob wir wollen oder nicht, denn Kinobetreiber, Filmemacher und Fernsehhersteller sind sich einig und werden – zumindest eine gewisse Zeit – vom 3D-Boom profitieren. Wenigstens zieht es mich dadurch auch wieder öfter ins Kino, auch wenn ich auf eine 3D-Neuauflage von Titanic im Jahr 2012 gerne verzichten kann. Man sollte sich letzten Endes jedoch fragen, ob es wirklich ein Fortschritt ist, wenn sich Geschichte wiederholt!

Wir sehen uns, vielleicht sogar bald in 3D!

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