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Lost Planet 3 im Test: Ab auf E.D.N. III

Lost Planet 3

Lost Planet: Extreme Condition – der erste Teil der Lost Planet-Reihe – erschien damals im Dezember 2006. Und ganz ehrlich: Ich fand diesen Titel damals (bis auf ein paar Kleinigkeiten) ziemlich gut, aber dass Capcom dieses Franchise weiterführen würde, damit hätte ich nicht gerechnet – geschweige denn, dass ich je den dritten Teil in den Händen halten würde. Vor allem nachdem Lost Planet 2 nicht wirklich erfolgreich war. Und ja, ich habe mich zusammen mit einem Kumpel durch den Koop-Modus von Lost Planet 2 gequält. Warum? Weil Lost Planet 2 durchaus an einigen Stellen Spaß machte. Vor allem die riesigen Bosse machten Laune. Viel mehr gab es jedoch nicht zu loben. Wie auch immer. Nun steht Lost Planet 3 in den Händlerregalen und in unserem Test erfahrt ihr, ob sich die Reise nach E.D.N.III lohnt.

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In Lost Planet 3 übernehmt ihr die Rolle des NEVEC-Mitarbeiters Jim Peyton, der auf dem eisigen Planeten E.D.N.III stationiert ist. Euer Auftrag lautet lebenswichtige T-Energie (thermale Energie) zu finden, um die Energiekrise auf der Erde zu beenden. Natürlich geht einiges schief und ihr werdet von fiesen Akriden angegriffen – Bestien, denen man bereits in Lost Planet 1 und 2 begegnet ist.

Ab hier beginnt ein ziemlich intensiver Überlebenskampf auf dem eisigen Planeten. Übrigens haben sich die Entwickler große Mühe gegeben E.D.N.III so unwirtlich wie möglich zu gestalten. Bereits zu Beginn des Spiels werdet ihr euch ziemlich unwohl fühlen. Der kalte Wind pfeift euch um die Ohren, Schneestürme toben und an jeder Ecke lauern Akriden. Und auch wenn es auf E.D.N.III ziemlich ungemütlich ist, so werdet ihr den Planeten dennoch nicht wieder so schnell verlassen wollen. Ein Grund hierfür ist die wirklich schicke Grafik, die dank der leistungsfähigen Unreal Engine 3 ermöglicht wird.

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Besonders beeindruckend sind die bereits erwähnten Wettereffekte. Aber auch Licht und Schatten in den düsteren Eishöhlen sorgen für eine gute Stimmung. Spielerisch ist nicht ganz so viel Abwechslung geboten, wie in Sachen Grafik. Die meiste Zeit verbringen wir damit, mit verschiedensten Wummen Kugeln in Akriden zu pumpen, die uns ans Leder wollen. Die Kämpfe gestalten sich relativ einfach. Egal ob Kleinvieh oder Riesenmonster – meist reicht es, wenn ihr zur Seite hechtet und die verwundbare Stelle so lange bearbeitet, bis das Viech das zeitliche segnet. Hier hätten wir uns etwas mehr Tiefgang gewünscht. Kleine Minispiele, in denen man die Analogsticks in eine bestimmte Richtung drehen muss, um etwa Fahrzeuge zu reparieren, lockern das Spielgeschehen zwar etwas auf, wirklichen Mehrwert sucht man hier jedoch vergebens.

Da sorgen die Ausflüge mit dem Mech für wesentlich mehr Unterhaltung. Hier sichert ihr beispielsweise eine Basis gegen einen heftigen Sturm, indem ihr an vorgegebenen Punkten euren Greifarm einsetzt. Kleinere Akriden sind für euren Stahlkoloss übrigens kein größeres Problem. Ein Hieb mit dem Mech-Arm und die Bestien sind Matsch. Übrigens: Dank einem eingebauten Player dürft ihr im Mech-Cockpit zwischen verschiedenen Songs wählen, die der Atmosphäre des Spiels sehr zuträglich sind.

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Abseits der Kämpfe könnt ihr euch frei in einer Basis bewegen, gesammelte T-Energie in Waffen und Upgrades investieren und mit Kollegen quatschen. Im Vergleich zum Vorgänger beinhaltet Lost Planet 3 nun wenigstens einige Charaktere, deren Beweggründe man nachvollziehen kann und die Geschichte ist auch über weite Strecken gut erzählt. Auch wenn wenn sich an einigen Stellen etwas Monotonie ausbreitet.

Einen Multiplayer-Modus gibt es auch. Dieser bietet jedoch keine nennenswerten Highlights. Im Team-Deathmatch dürft ihr euch mit anderen Spielern bekriegen, während ihr euch im Überlebenskampf unzählige Akriden vom Leib halten müsst. Im Szenario-Modus müsst ihr hingegen kleinere Missionen erledigen. Der Multiplayer-Modus bietet zumindest ein paar zusätzliche Stunden Spielspaß.

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Besonders gut fanden wir den Soundtrack, der stets für die richtige Stimmung sorgte. Etwas negativ empfanden wir hingegen nervige Ladezeiten zwischen den einzelnen Abschnitten.

Unser Fazit: Lost Planet 3 ist der bisher beste Teil der Reihe. Wirkliche Höhepunkte gibt es zwar leider nicht, dafür bekommt man solide Shooter-Kost spendiert, die für einige unterhaltsame Stunden sorgt.

httpv://youtu.be/SRXloylFBX0

Unsere Wertung:
RebelGamer Lost Planet 3 Wertung

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