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Mal ganz ehrlich: Können Fans die Produktion von Spielen beeinflussen?

Diese Frage wurde Reggie Fils-Aime (President Nintendo of America) in einem Interview gestellt. Also: werden Dinge wie Fan-Petitionen, Verbesserungsvorschläge oder Wünsche der Zockergemeinde überhaupt berücksichtigt, wenn es um die Planung und Umsetzung eines Videospiels geht?

Fils-Aime antwortete frei übersetzt folgendermaßen: „Ich muss sagen: Das beeinflusst nicht, was wir tun. Wir beachten solche Dinge natürlich und sehen sie uns an, aber das muss nicht bedeuten, dass wir uns davon beeinflussen lassen.“ Im weiteren Verlauf des Interviews geht er auf die „Operation Rainfall“ ein.

Für diejenigen, die mit diesem Begriff nichts anfangen können: Im Jahr 2011 gab es eine Initiative von Mitgliedern der Nintendo-Community, deren Ziel es war, Nintendo dazu zu bewegen, drei exklusive RPG-Titel für die Wii auch in den USA herauszubringen. Das Spiel „Xenoblade“ beispielsweise wurde schließlich 2012 in Nordamerika auf den Markt gebracht. Fils-Aime hat aber schon vor längerer Zeit geäußert, dass das Spiel nur für den amerikanischen Markt produziert wurde, da die europäische Version sich gut verkauft habe.

„Ich werde dafür bezahlt, dass ich mich darum kümmere, dass die Geschäfte laufen. Wir haben zwar ein Auge darauf, was alles so passiert, aber schlussendlich müssen wir das machen, was am besten für die Firma ist. Was wir aber vor allem wissen, ist, dass 100000 Unterschriften nicht gleichzusetzen sind mit 100000 Verkäufen.“

Das denken wir:
Auch wenn die Antwort erfrischend ehrlich ist, als Spieler ist man natürlich ein wenig von ihr enttäuscht. Man muss aber auch vermuten, dass die Konkurrenten Microsoft und Sony solche Dinge wohl ähnlich handhaben. Letztendlich zählt bei einem Unternehmen eben der Gewinn.

Quelle: siliconera.com

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