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Metal Gear Solid: Ground Zeroes – Der Prolog zu MGS 5 im Test

Metal Gear Solid V Ground Zeroes

Die “Metal Gear”-Reihe hat das Stealth-Genre revolutioniert, keine Frage. Nun will Hideo Kojima, der Kopf hinter Metal Gear, die Serie mit Metal Gear Solid: Ground Zeroes und Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain auf ein neues Level hiefen. Um dieses Ziel zu erreichen schnappt sich der japanische Starentwickler alle beliebten MGS-Elemente und verfrachtet diese in ein Open World Setting. Ob das Konzept aufgeht, erfahrt ihr nun in unserem Test.

Zuerst möchten wir darauf hinweisen, dass Metal Gear Solid: Ground Zeroes im Grunde kein komplettes Spiel im eigentlichen Sinn ist, was sich auch am Preis bemerkbar macht. So ist das Game für 29,99 Euro als physische Version erhältlich, während die Download-Version sogar nur 19,99 Euro kostet. Warum das so ist, ist schnell erklärt: Wie bereits erwähnt, bietet der neueste Ableger der “Metal Gear”-Reihe zahlreiche neue Features, die man bisher in keinem vorherigen Teil gesehen hat. Diese Veränderungen sind sogar so drastisch, dass Kojima und seine Crew die Idee hatten, mit Metal Gear Solid: Ground Zeroes ein relativ kurzes Prequel zum eigentlichen Hauptspiel Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain zu veröffentlichen. Das hat den großen Vorteil, dass sich alteingesessene Fans langsam an die Neuerungen gewöhnen können. Ein geschickter Zug, wie wir finden!

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Metal Gear Solid: Ground Zeroes ist die direkte Fortsetzung zu “Peace Walker” und spielt im Jahr 1975 auf Kuba. Snake ist Mitglied der Söldnervereinigung MSF, die die Kontrolle über einige Nuklearsprengköpfe übernommen hat. Diese Tatsache sorgt für große Unruhen rund um den Globus. Darüber hinaus erfährt Snake, dass die Spionin Paz – bekannt aus Metal Gear Solid: Peace Walker – noch lebt und auf einer US-Marine-Basis auf Kuba festgehalten wird.

Chico, ein MSF-Mitglied, versucht daraufhin PAZ in einer Rettungsmission zu befreien. Bei diesem Versuch wird er jedoch auch festgenommen. Nun liegt es an Snake, die beiden zu befreien. Und das ist leichter gesagt als getan, denn bewacht wird das Hochsicherheitslager Omega von Elite-Soldaten der verfeindeten Militär-Organisation XOF unter der Leitung des mysteriösen Skull-Face. Der Schleicheinsatz beginnt!

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Gleich zu Beginn des Spiels wird klar, dass man in Ground Zeroes mehr Freiheiten hat, wie man es aus vorherigen Teilen der Serie kennt. So gibt es viele verschiedene Wege, in das Lager einzudringen. Ein Beispiel: Ihr könnt auf das neue iDroid Feature zurückgreifen, um vorher das Camp zu sondieren. Gegner, die ihr mit eurem Fernglas markiert habt, werden hier angezeigt. Kennt ihr die Position der Wachen und ihre Marschrouten, könnt ihr sie problemlos mit einer schallgedämpften Waffe ausschalten, um so Schritt für Schritt tiefer in den Feindkomplex einzudringen.

Alternativ könnt ihr aber natürlich auch ohne Gewalt vorgehen. Dazu windet ihr euch liegend an Wachen vorbei und huscht von Deckung zu Deckung, um den Blicken der Wachen und der Überwachungskameras zu entgehen. Das erfordert jedoch einiges an Geschick. Befindet ihr euch dem Blickfeld eines Feindes, wird euch das mit einem weißen Bogen über Snake angezeigt. Zeigt sich dieser, ist es höchste Zeit in Deckung zu gehen. Werdet ihr doch entdeckt, dann schaltet das Spiel kurz in Zeitlupe und ihr habt die Möglichkeit, euren Gegner zu überwältigen.

Auch im Nahkampf – der eine immer größere Rolle in den Metal Gear Games spielt – habt ihr nun verschiedene Möglichkeiten. Wenn ihr einen Gegner von hinten packte, dann habt ihr verschiedene Möglichkeiten. Per Knopfdruck könnt ihr eure Geisel töten, betäuben, oder wahlweise auch verhören, um an wichtige Informationen zu kommen. So erfahrt ihr beispielsweise, wo das Waffenlager zu finden ist. Wer auf eine härtere Gangart steht, der kann sich seinen Weg natürlich auch mit MGs, Granaten und verschiedenen Fahrzeugen freiballern. Besonders geschickt ist dieses Vorgehen allerdings nicht.

Die Steuerung geht nach einer kurzen Eingewöhnungszeit gut von der Hand. Gerade im Nahkampf greift man nicht mehr so leicht ins Leere, wie das noch in manch anderen Metal-Gear-Teilen passiert ist. Auch das Herumschleichen macht dank der eingängigen Steuerung viel Spaß. Egal ob laufend, kriechend oder hangelnd – als Spieler hat man Snake in allen Situationen bestens unter Kontrolle.

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Etwas schade finden wir, dass der Story und den Charaktere in Ground Zeroes – im Gegensatz zu vorherigen Metal-Gear-Teilen – relativ wenig Platz eingeräumt wird. Diesen Aspekt möchten wir in der Bewertung des Titels jedoch nicht zu negativ einstufen, da Ground Zeroes schließlich als Einstieg in das Hauptspiel dient, um uns mit den zahlreichen Neuerungen vertraut zu machen.

Dafür überzeugt das Open World-Setting umso mehr. Während man als Metal-Gear-Spieler bisher immer auf stark eingegrenzten Gebieten unterwegs war, bietet nun Ground Zeroes eine wirklich komplexe Spielwelt, die – wie bereits angemerkt – zahlreiche Spielweisen zulässt. Snake kann Wachtürme einnehmen, Sicherungskästen lahmlegen, Waffenkammern infiltrieren und vieles mehr. Langeweile kommt eigentlich nie auf.

Und auch wenn man die Hauptmission in nur ungefähr zwei Stunden abgeschlossen hat, heißt das noch lange nicht, dass man Ground Zeroes in die Ecke legen muss, um auf Phantom Pain zu warten. Euch erwarten dann fünf Nebenmissionen, die auch ziemlich motivieren sind. In zwei der Missionen dürft ihr nach Herzenslust ballern, während ihr in den anderen damit beschäftigt seid, bestimmte Zielpersonen auszuschalten, Luftabwehrgeschütze zu sabotieren oder einem Agent Geleitschutz zu geben.

Wem das noch nicht reicht, der kann sich dann noch weiteren Schwierigkeitsgraden versuchen. Übrigens: Spielstände von Ground Zeroes können in Phantom Pain importiert werden, welche sich dann positiv auf den Aufbau der Heimatbasis auswirken. So hat es im späteren Spielverlauf dann beispielsweise auch Auswirkungen, wenn ihr in Ground Zeroes Kriegsgefangene befreit habt.

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Die Grafik des Spiels (wir testeten die PS4-Version) überzeugte uns größtenteils. Vor allem die Regen- und Lichteffekte sind wirklich schön gemacht. Hier und da gibt es aber auch einige lahme Texturen zu sehen. Ein Grund hierfür ist jedoch, dass der Titel parallel auch für die Last-Gen-Konsolen PS4 und Xbox 360 entwickelt wurde. Die neue Fox Engine überzeugt in Ground Zeroes hauptsächlich durch die komplexe Spielwelt, jedoch nicht durch Detailreichtum.

Positiv ist auch die tolle Sprachausgabe ausgefallen. Kiefer Sutherland gibt einen wirklich sehr überzeugenden Snake ab. Beeindruckend ist auch die Kameraführung in den Zwischensequenzen, die ein tolles “Mittendrin-Gefühl” vermittelt.

Nachfolgendes Video zeigt die einzelnen Versionen im Grafikvergleich:

httpv://youtu.be/KXrGQ4zG5pw

Ein weiteres neues Feature ist die iDroid-App. Die iDroid-Funktion haben wir bereits zu Beginn dieses Tests erwähnt. Dieses Tool ermöglicht es euch unter anderem, einen Überblick über die Map zu verschaffen und Feinde zu markieren. Über die iDroid-App habt ihr nun auf Android, iOS und Smartglass-Geräten die Möglichkeit, diese Map auf eurem mobilen Gerät anzeigen zu lassen. Kassetten, die ihr im Spiel findet, können ebenfalls über die App abgespielt werden.

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Unser Fazit:
Ground Zeroes ist – wie wir bereits erwartet haben – kein vollwertiges Spiel. Das soll es aber auch nicht sein. Metal Gear Solid: Ground Zeroes führt den Spieler geschickt in eine neue und vielversprechende Metal-Gear-Ära ein. Der neue Open-World-Ansatz tut der Serie sehr gut und ermöglicht – gerade in Verbindung mit der altbewährten Stealth-Mechanik – zahlreiche Lösungsansätze. Metal-Gear-Fans greifen so oder so zu und alle anderen Spieler, die gerne schleichend unterwegs sind sollten sich Ground Zeroes auch auf keinen Fall entgehen lassen. Nun heißt es warten. Warten, bis endlich das Hauptspiel Phantom Pain in den Händlerregalen steht.

Unsere Wertung:Metal-Gear-Solid-Ground-Zeroes-Rebelgamer-Wertung

Kommentare

Antworten
  1. dasgame ist cool – aber die preisleisung nicht. wer gratis zockn wil guckt hier: Auflistung vieler MMORPGs auf browsergames100.com

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