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inFamous: First Light im Test – Zurück nach Seattle

Infamous First Light 1

Vor fast sechs Monaten erschien mit inFamous: Second Son der erste PS4-Exklusivtitel, der einen guten Eindruck davon gab, was die aktuelle Sony-Konsole zu leisten im Stande ist. Damals versuchten wir in der virtuellen Haut des Rebellen und Conduits Delsin Rowe der fiesen Brooke Augustine – Direktorin des D.U.P. (Department of Unified Protection) – das Handwerk zu legen. Nun schickt uns Sucker Punch mit der Stand-Alone-Erweiterung inFamous: First Light erneut nach Seattle. Dieses Mal übernehmen wir jedoch die Rolle der Punk-Göre Abigail Walker, die uns schon in Second Son zur Seite stand. Ob sich der nochmalige Ausflug nach Seattle lohnt? Wir verraten es euch!

Infamous First Light 2

Die Ausgangslage für unsere Heldin Abigail ist denkbar schlecht: Sie sitzt im Gefängnis von Curdun Cay. Wie es dazu kam, wird spielerisch in einer Rückblende erklärt. In einer verhängnisvollen Nacht will Abi mit ihrem Bruder Brent Richtung Kanada fliehen, doch das ist leichter gesagt als getan. Die Nummer läuft gewaltig schief und Brent wird von der Akura-Gang entführt. Nun begiebt sich Abi auf eine zerstörerische Rettungsmission, auf der sie natürlich auf ihre Neonkräfte zurückgreifen muss, die sie eigentlich aus Liebe zu ihrem Bruder im Zaum hält.

Infamous First Light 3

Diese Fähigkeiten erlernt ihr – wie auch in Second Son – nach und nach. Anders als Delsin verfügt ihr in First Light jedoch “nur” über die Neon-Kraft. Andere Conduit-Fähigkeiten können leider nicht erlernt werden. Die Neon-Fähigkeiten sind aber allesamt sehr schön gestaltet und sorgen hier und da für den ein oder anderen WOW-Moment, beispielsweise wenn ihr eure Gegner in einer fetten Stase-Sphäre in die Luft jagt. Und auch die Fortbewegung gestaltet sich durch die Neon-Kraft nicht nur optisch, sondern auch spielerisch sehr angenehm. Wie der Flash düsen wir durch Seattle und hinterlassen dabei eine Laser-Spur der Verwüstung.

Spielerisch dürft ihr aber – im Hinblick auf das Hauptspiel – leider keine Offenbarung erwarten. Denn im Grunde bieten die Missionen in First Light nichts Neues. Entweder ihr hetzt von A nach B, oder ihr ballert euch durch die Gegend und zerstört Polizeieigentum. Für etwas Abwechslung sorgen Hochgeschwindigkeitsrennen, die ihr bestreiten könnt und einige andere Nebenaufgaben, die man bereits aus Second Son kennt. So dürft ihr beispielsweise die Wände in Seattle mit Neon-Graffities verschönern und Orbs sammeln, mit denen ihr eure Fähigkeiten verbessern könnt. Mit jeder abgeschlossenen Aufgabe erhaltet ihr Skill-Punkte, mit denen ihr dann neue Neon-Moves freischalten könnt. Insgesamt bietet First Light in den vier bis sechs Stunden Spielzeit leider etwas zu wenig Abwechslung. Hier hätten wir uns seitens Sucker Punch etwas mehr Kreativität – gerade im Bezug auf das Missions-Design – gewünscht.

Der Arena-Modus ist ebenfalls ziemlich einfallslos. Hier geht es darum, verschiedene Herausforderungen zu meistern – unter anderem muss man Wellen von Gegnern erledigen. Euren Punktestand könnt ihr dann mit anderen Spielern vergleichen. Wirklich motiviert hat uns dieser Modus nicht.

Infamous First Light 4

Was die Story betrifft, schwankt First Light zwischen gut und ziemlich öde. Gerade der starke Einstieg lässt auf ein wirklich großartiges Abenteuer hoffen. Leider sorgen ideenlose Dialoge, deplatzierte Arena-Kämpfe und das Wegfallen der Entscheidungen zwischen Gut und Böse im weiteren Spielverlauf dafür, dass der gute Eindruck zu Beginn des Spiels relativ schnell vergessen ist. Positiv ist hingegen, dass man mehr über Abi, ihre Beweggründe und die Zeit vor Second Son erfährt.

Unser Fazit:
Obwohl inFamous: First Light kein schlechtes Add-On ist, bin ich etwas enttäuscht, da Sucker Punch hier ziemlich viel Potential verschenkt hat. Die Missionen sind am Anfang ganz unterhaltsam, langweilen aber schon nach kurzer Zeit und abseits der Story gibt es auch nicht viel neues. Dennoch kann man zusammen mit Abi – gerade wenn man Second Son mochte – ein paar unterhaltsame Stunden im fiktiven Seattle verbringen, denn die Action stimmt, die Grafik weiß nach wie vor zu beeindruckend und inFamous-Fans bekommen einige interessante Infos zu Abi, Brooke Augustine und Co. serviert.

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