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Battlefield Hardline – Gedanken zur Beta

Seit heute Morgen ist es auch schon wieder vorbei mit der Open Beta von Battlefield Hardline. Welchen besseren Zeitpunkt sollte es also geben, um unsere Eindrücke mit euch zu teilen?

Die erste Beta im Juni 2014 war ziemlich enttäuschend. Alles wirkte wie Battlefield 4 mit anderen Texturen, bestenfalls wie ein schlecht produzierter DLC. Natürlich liegt zwischen beiden Beta-Versionen fast ein ganzes Jahr Entwicklungszeit, aber das war auch bitter nötig! Über sechs Monate wurde der Erscheinungstermin von Battlefield Hardline nach hinten verschoben. Dieses halbe Jahr wurde von Visceral Games aber effektiv für Arbeiten am Titel genutzt, denn mit der aktuellen Beta hat sich quasi alles geändert. Aus der Zwangsheirat von Battlefield und Counter-Strike wurde ein Titel, der sich von beiden Spielen sauber distanzieren kann. Was eigenständiges eben.

Diese Eigenständigkeit beginnt bereits beim Design des User-Interface. Alles ist minimalistisch und modern gehalten. Dieses Design zieht sich durch den Einstiegsbildschirm bis hin zum Inventar, auch wenn letzteres ein wenig überfüllt wirkt. Die Menüführung an sich ist jedoch intuitiv und geht leicht von der Hand.

Im Spiel angekommen kann man, wie gewohnt, zwischen vier Klassen wählen und deren Loadout anpassen. Doch hier zeigt sich schon eine der wichtigsten Neuerungen: Das aus den bisherigen Teilen bekannte Freischaltsystem existiert in dieser Form nicht mehr. Stattdessen werden die verschiedenen Zubehör-Kategorien durch Kills mit der Waffe freigeschaltet. Einmal freigeschaltet lassen sich nun alle Gegenstände der Kategorie kaufen. Wie, kaufen? Pay2Win oder was? Nein! Anders als in den letzten Ablegern erhält man in Battlefield Hardline Geld statt Erfahrungspunkte. Dieses Geld wird während der Runde in Echtzeit auf das eigene Konto transferiert und bleibt auch dort, bis es ausgegeben wird. Doch es lassen sich nicht nur Waffen und Zubehör erwerben, denn vom Defibrilator bis zur Gasmaske ist alles vorhanden. Natürlich sind diese Käufe permanent und nicht auf die Dauer der aktuellen Runde beschränkt. Alles in Allem eine sinnvolle Neuerung, da sich jeder Spieler jetzt noch besser spezialisieren und individualisieren kann.

Sobald man das Spiel betritt, was über das altbekannte Spawn-System funktioniert, fällt einem gleich auf, dass sich an der Grafik nicht viel geändert hat. Das ist nicht verwunderlich, denn auch hinter Battlefield Hardline werkelt die aus dem Vorgänger bekannte Frostbite Engine 3. Da die aktuelle Version der Engine aber eine ordentliche Grafik auf den Schirm zaubert, kann man das locker verkraften. Vorallem wenn man an die Möglichkeiten der Umgebungszerstörung denkt. Was sich hingegen sehr positiv hervorhebt sind die deutlich kürzeren Ladezeiten. Bei Spielstart dauert es höchstens zwei Minuten bis man sich ins Geschehen stürzen kann. Zwischen den Runden verbringt man sogar nur wenige Sekunden im Ladebildschirm. Natürlich kann dies an der Tatsache liegen, dass die Map in der Beta nicht wechselt und diese somit im Arbeitsspeicher verbleibt. Es wäre aber wünschenswert solche Ladezeiten auch in der Vollversion zu sehen. Zusätzlich wurden die Waffen- und Bewegungsanimationen überarbeitet und angepasst. Im Gegensatz zur ersten Beta wirkt nun alles authentischer, denn weder Verbrecher noch Polizisten bewegen und verhalten sich wie ausgebildete Soldaten. Das Gameplay wirkt somit kompakter und moderner.

In der aktuellen Beta von Battlefield Hardline konnte man mit Hotwire einen neuen Spielmodus ausprobieren. In diesem Modus dienen gekennzeichnete Fahrzeuge als Eroberungspunkte. Sobald ein Spieler in das Auto einsteigt und wegfährt, beginnt er mit dem Einnehmen des entsprechenden Punktes. Andere Mitstreiter können direkt per Beitrittsbildschirm in das Fahrzeug einsteigen und sich aus dem Fenster lehnen, um gegnerische Spieler und Vehikel unter Beschuss zu nehmen. Nach der Zerstörung spawnt der Wagen dann wieder an seinem ursprünglichen Platz.

Eine weitere interessante Neuerung der Beta ist der Hacker-Modus. Dieser ist quasi der Ersatz für den vertrauten Commander-Modus. Jeder Spieler kann für sein Team den Platz des Hackers einnehmen, solang dieser frei ist. Hacker können Überwachungskameras kontrollieren, Gegner sichten oder ihrem Team Angriffs- oder Verteidigungszonen auf dem Schlachtfeld zuweisen. Während der Beta konnte man in jedem Modi, und somit auch auf jeder Map, zum Hacker werden.

Insgesamt hat es Visceral Games mit Battlefield Hardline geschafft einen frischen Wind in die Reihe zu bringen. Durch die kurzen Ladezeiten, kombiniert mit neuen Spielmodi, knackigem Gameplay und einem cleveren Unlock-System entsteht ein sauberes Gesamtbild, welches zu gefallen weiß.

Mir persönlich hat die Beta sehr viel Spaß gemacht! Der Hotwire-Modus ist immer für rasante Action gut und auch die hitzigen Feuergefechte in den Heists sind sehr unterhaltsam. Das Design der Maps konnte mich überzeugen und das neue Freischaltsystem wirkt gut durchdacht. Am meisten überrascht haben mich jedoch die überaus kurzen Ladezeiten. Nach dieser Beta kann ich mit gutem Gewissen behaupten: Ich freue mich auf Battlefield Hardline!

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