Code 7 im Test: It’s coming and nobody can stop it

Bereits 1984 erschien mit System 15000 das erste Hacking-Game. Ganze 33 Jahre und eine Hand voll Hacking-Simulationen später erscheint mit Code 7 ein weiterer Vertreter eines sonst so unterrepräsentierten Genres. Wir haben das textbasierte Hacking-Adventure des deutschen Studios Goodwolf für euch getestet. Wie gut das Spiel ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Wir befinden uns in einer Forschungsstation auf einem fremden Planeten – außerhalb der Erden-Galaxie. Vor einiger Zeit ist der Kontakt zwischen der Station und der Erde abgebrochen – und genau deswegen sind wir hier. Wir sollen zusammen mit unserer Kollegin Sam die Ursache für den Verbindungsabbruch finden. Zumindest erzählt sie mir das so. Ich kann mich nämlich an nichts mehr erinnern. Auch die Tatsache, dass ich ein Hacker bin, ist mir neu. Ich muss mir meinen Schädel wirklich böse angehauen haben.

Zuerst versuche ich Sam zu meiner Position zu navigieren. Immerhin bin ich der Einzige von uns beiden, der noch auf sein System zugreifen kann. Per Konsolenbefehl öffne ich die Karte der Umgebung und lotse Sam durch die Räume. Aufgrund der automatischen Vervollständigung der Befehle ist Code 7 auch problemlos für Leute geeignet, die nicht schnell tippen können.

Zwischendurch quatschen wir ein bisschen und dabei fällt auf, dass die Dialoge vollständig vertont sind. Dazu engagierten die Entwickler professionelle Voice-Actors, was sich auch schnell bemerkbar macht. Die Dialoge wirken zu keiner Zeit lieblos dahingeplappert. Das ist auch wichtig, denn ein großer Teil der packenden Story wird durch diese Kommunikation vermittelt. Die anderen Informationen müssen wir uns, zum Beispiel in Form von Audio-Logs und E-Mails, auf den verschiedenen Computern und Geräten selbst zusammensuchen.

Dies wirkt sich natürlich auch auf die Spielzeit aus. Möchte man alles Erkunden und sämtliche Informationen sammeln, so beträgt die gesamte Spielzeit für alle sechs Episoden rund acht Stunden. Jedoch spielt auch das eigene Können eine Rolle. Gemessen an der Zeit, die wir für die ersten zwei Episoden benötigten, kommen die Entwickler mit ihrer Aussage ziemlich gut hin.

Das stimmige Gameplay rundet die Spielerfahrung ab. Jede der sechs Episoden beinhaltet einen neuen Hauptcharakter mit dem wir ein Team bilden müssen. Immerhin erhalten wir in den Gesprächen wichtige Informationen zum weiteren Verlauf der Geschichte. Jedoch plaudern unsere Gefährten nur, wenn wir gut auf sie aufpassen. Zudem bestimmen die Beziehungen zu den einzelnen Hauptcharakteren das Ende des Spiels. Je nachdem, welche Entscheidungen wir getroffen haben, bekommen wir ein anderes Ende zu sehen. Damit sorgt Code 7 für einen großen Wiederspielwert.

Während unserer Mission, den tödlichen Virus mit dem Namen Code 7 zu stoppen, stellen sich uns zahlreiche Puzzles in den Weg. Diese setzen sich meist aus mehreren verschiedenen Minispielen zusammen und lassen sich auf verschiedene Weisen lösen. Im Verlauf des Spiels steigt der Schwierigkeitsgrad eben jener Minigames stetig an – zum Glück. So werden wir auch weiterhin gut gefordert. Zudem möchten die Entwickler über das erzeugen eines reinen Hacker-Gefühls hinausgehen. Die Minispiele sind so gestaltet, dass sie eine ungefähre Vorstellung dessen vermitteln, wie die jeweilige Methode funktioniert – egal ob Bruteforce- oder Man-in-the-Middle-Angriff. Damit hebt sich Code 7 von vielen anderen Vertretern dieses Genres ab.

Die Grafik wirkt, trotz des Konsolen-looks, futuristisch. Die Oberfläche erinnert ein wenig an die alten MS-DOS Zeiten, wird aber durch passende Effekte aufgepeppt. Auch die Minispiele fügen sich wunderbar ins grafische Gesamtbild ein. Die überaus stimmige Optik wird durch den abwechslungsreichen Soundtrack passend untermalt. Insgesamt kommt Code 7 also durchaus sehr atmosphärisch daher.

Unser Fazit:
Mit Code 7 haben die Entwickler des deutschen Studios Goodwolf ganze Arbeit geleistet. Code 7 kann durch ordentlich Spielspaß und eine packende Story punkten. Die vertonten Dialoge und das stimmige Artdesign runden das Ganze ab. Freunde von Hacking-Simulationen können also bedenkenlos zugreifen. Wer sich vor dem Kauf einen eigenen Eindruck verschaffen möchte, der kann die kostenlose Episode 0 über Steam spielen.

Wertung: (4,3 / 5)

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