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Fortnite sorgt für Internet-Verbot beim FC Southampton

Wie der Spiegel berichtet, müssen sich die Spieler des englischen Fußballclubs Southampton zukünftig bei Auswärtsspielen eine andere Beschäftigung als Fortnite suchen. Grund dafür ist ein Internet-Verbot, welches von ihrem Trainer Ralph Hasenhüttl verhängt wurde.

Denn für ihn sind Spiele wie Fortnite oder Apex Legends ähnlich suchtgefährdend wie Alkohol und Drogen. Deshalb blockiert er ab sofort den Internet-Zugang seiner Spieler auf Auswärtsspielen. Die Profi-Fußballer werden sich also zukünftig in den Hotels die Zeit anderweitig vertreiben müssen. Immerhin spielt der FC Southampton in der englischen Premier League – der höchsten Spielklasse im englischen Fußball.

Bereits bei seinem letzten Verein, RB Leipzig, stand Hasenhüttl derartigen Online-Games kritisch gegenüber. Schließlich zockten seine Spieler teilweise bis drei Uhr morgens – und das auch bei anstehenden Spielen. Deshalb wurde er selbst aktiv, um seine Spieler zu schützen. Er sieht Spiele wie Fortnite oder Apex Legends nicht als kleines Problem – eher als großes Übel.

Würde die englische Regierung die Sucht nach Videospielen als Krankheit anerkennen, könnten die Entwickler und Betreiber solcher Games dazu gezwungen werden, die Spieldauer zu begrenzen. Bisher sind die Clubs und deren Trainer selber für den “Schutz” der Spieler verantwortlich.

Scheinbar ist das Ganze auch kein kleines Problem im englischen Fußball. Denn kürzlich hat ein Profi-Spieler, der anonym bleiben möchte, der englischen Zeitung The Sun in einem Artikel über seine Fortnite-Sucht berichtet. Demnach hatte er schon Angst um die Beziehung zu seiner Freundin und um seine Karriere, da er täglich bis zu 13 Stunden Fortnite gezockt hat. Doch damit steht er nicht allein da. Über 50 Prozent seines Teams spielen regelmäßig und auch Profi-Fußballer aus anderen Teams zocken fleißig mit.

Fußballer sind von Haus aus kompetitiv – suchen also den Wettkampf. Abseits des Rasens bieten sich Fortnite, Apex Legends und andere Spiele dafür bestens an. Schließlich steht dort ebenfalls der Wettkampf im Vordergrund.

Das denken wir:

Profi-Fußballer sind auch nur Menschen. Den Einzug in den E-Sport haben sich viele Fußball-Vereine aber sicher ganz anders vorgestellt.

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