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Pokémon: Schwert & Schild – Die Insel der Rüstung im Test – Ein kleiner Happen Abenteuer

Mit “Die Insel der Rüstungen” ist der erste von zwei DLCs aus dem Season Pass für Pokemon Sword & Shield erschienen. Was der Ausflug in das neue Gebiet so bietet und auf welche Inhalte sich Fans der ersten Generationen freuen können, das klärt der Test.

Wer sich den Season Pass für Pokémon: Schwert & Schild gekauft hat, der erhält seit wenigen Tagen die Benachrichtigung über eine Fahrkarte auf die Rüstungsinsel, die sich in unserem Inventar befindet. Mit dieser Fahrtkarte kann man sich unabhängig vom Level zum Bahnhof nach Brassbury begeben. Hier trifft man auf den illustren Pokémon-Trainer Saverio, der euch mit seinen Pokémon vom Typ “Psycho” einheizen möchte. Haben wir die erste Bekanntschaft geschlossen und ein Flegmon als Begrüßungsgeschenk eingefangen, erreichen wir kurz darauf die Rüstungsinsel.

Die Rüstungsinsel ist eine abwechslungsreich gestaltete Open World-Naturzone mit Stränden, Wäldern und Höhlen. Hier laufen die verschiedenen Pokémon frei herum und dürfen von uns gefangen werden. Anders als im Hauptspiel ist die Rüstungsinsel aber nicht linear und schlauchförmig aufgebaut und lädt deshalb zum Erkunden ein. Wir können neben den freilaufenden Pokémon auch insgesamt 151 versteckte Digdas an verschiedenen Stellen aufspüren. Wollen wir uns aber der etwa 3-4 stündigen Hauptgeschichte zuwenden, begeben wir uns zum Dojo von Meister Mastrich. Der spendiert uns das legendäre Kampf-Pokémon Dakuma, das wir in den nächsten Stunden mit verschiedenen Such-, Sammel- und Erkundungs-Quests von Level 10 auf Level 70 bringen und am Ende in eine von zwei Endstufen entwickeln. Dieser Ablauf wirkt stellenweise wie ein großer Grind.

Grund dafür ist unter anderem das Level-Scaling auf der Rüstungsinsel. Haben wir, wie die meisten anderen Spieler, das Hauptspiel bereits beendet, so laufen die Gegner auf der Insel mit Level 60 umher und bieten schnelles Futter und einen kürzeren Grind für unser legendäres Pokémon. Befinden wir uns in einem Level zwischen 10 und 60 sind die gegnerischen Pokémon auf Level 15 und somit in den meisten Fälle viel zu schwach, um wirklich eine Herausforderung zu sein. So entwickelt sich das Aufleveln von Dakuma zu einem ziemlichen Grind, der bestimmt besser zu lösen gewesen wäre. Leider ist auch die Story rund um unseren Rivalen Saverio und Dojo-Meister Mastrich durch das simple Quest-Design nur mäßig unterhaltsam. Schade! Hoffentlich bietet der nächste DLC mehr Story-Futter für Pokémon-Fans.

Einen tollen Bonus für Fans der ersten Generation hat der erste DLC für Pokémon: Schwert & Schild aber parat. Es wurden nämlich ganze 100 Pokémon aus der ersten Generation, darunter auch Schiggy und Bisasam, hinzugefügt. Dazu kommen auch ikonische Pokémon wie Sichlor oder Pummeluff. Warum Entwickler Game Freak bis zum DLC mit einem eigentlich selbstverständlichen Inhalt gewartet hat, das ist nicht ganz klar. Aber es ist auch für mich als Pokémon-Veteranen schön zu sehen, dass es geklappt hat. Super!

Grafisch befindet sich der Rüstungsinsel-DLC natürlich auf dem Niveau des Hauptspiels und läuft solide. Leider wirkt die Insel, so abwechslungsreich sie auch in ihren verschiedenen Arealen gestaltet ist, sehr verlassen. Die paar Pokémon, die durch das Open World-Areal geistern, hauchen ihr kein wirkliches Leben ein. Dazu kommen so einige matschige Texturen. Schade, dass hier in Puncto Grafik nicht noch mehr aus der Switch herausgekitzelt worden ist.

Unser Fazit:

“Die Insel der Rüstungen” ist ein zweischneidiges Schwer. Einerseits ist es Futter für jeden Pokémon-Fan und kann mit dem neuen legendären Dakuma und den alten Pokemon wie Bisasam oder Sichlor einige Stunden Spielspaß bieten. Auf der anderen Seite fällt das Abenteuer in Sachen Story doch etwas mager aus und kann nicht mit spannenden Quests punkten. Insgesamt ist “Die Insel der Rüstungen” wohl eher was für Hardcore-Fans. Der Season Pass wird sich hoffentlich mit einem stärkeren zweiten DLC so richtig lohnen.

Wertung: (3,9 / 5)

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