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Guilty Gear -Strive- Vorschau: Hier erwartet uns ein 2,5D-Kampfspiel der Extraklasse

Guilty Gear -Strive- erscheint zwar erst in einigen Wochen, aber wir hatten bereits die Gelegenheit, das kommende Kampfspiel von Arc System Works auszuprobieren. In den nachfolgenden Zeilen erfahrt ihr, was das Spiel zu bieten hat und ob sich das Warten auf dem Release lohnt.

Zu Beginn möchte ich erwähnen, dass die Guilty-Gear-Reihe bisher ziemlich an mir vorbeigegangen ist. Ich habe zwar mit vergangenen Teilen geliebäugelt, blieb dann aber doch immer wieder bei der Genre-Konkurrenz hängen. Was schade ist, wie sich im Nachhinein herausstellt, denn Guilty Gear hat verdammt viel zu bieten.

Guilty Gear Xrd Rev2 ist tot, lange Lebe Guilty Gear -Strive-

Mit Guilty Gear -Strive- erwartet uns keine reine Weiterentwicklung des Vorgängers Guilty Gear Xrd Rev2, sondern vielmehr eine Neuorientierung der Reihe. So erklärte Minoru Kidooka, CEO von Arc System Works, bei der Ankündigung des Spiels, dass das Kernkonzept von -Strive- weder die Evolution noch die Rückkehr zu den Wurzeln sei, sondern eine “vollständige Rekonstruktion des Franchise”.

Mit anderen Worten: Es werden keine Teile aus den Vorgängern einfach so wiederverwendet . Das bedeutet auch, dass nicht alle Charaktere aus Guilty Gear Xrd Rev2 enthalten sein werden.

Ein zum Leben erweckter Anime

Das Erste, das einem auffällt, wenn man Guilty Gear -Strive- spielt, ist die abgefahrene Anime-Optik, die absolut großartig aussieht. Ich meine, wer nicht auf Animes steht, der wird mit dieser Optik nicht viel anfangen können, aber alle anderen werden sie lieben.

Der Clou: Eigentlich handelt es sich um ein 2D-Kampfspiel. Das heißt, dass man sich nicht im dreidimensionalen Raum bewegen kann. Jedoch haben die Entwickler einen Kniff eingebaut, der dem Geschehen perspektivische Tiefe verleiht. In manchen Situationen, beispielsweise bei Würfen oder dem Einsatz von manchen Spzialangriffen, dreht sich die Kamera und man bekommt das Geschehen aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Das sieht ziemlich cool aus.

Abgesehen davon sparen die Entwickler auch nicht mit Spezialeffekten, was mir persönlich super gefällt, den ein oder anderen Spieler in den ersten Matches aber womöglich überfordert, da sehr viel auf dem Bildschirm los ist.

Die Qual der Kämpferwahl

Zum Start wird es in Guilty Gear -Strive- 15 verschiedene Kämpfer geben. Das ist nicht gerade viel, aber weitere fünf Charaktere werden über den Season Pass folgen. Hier setzen die Entwickler auf Qulität statt Quantität.

Ich habe fast alle Charaktere ausprobiert und bin erstaunt, wie abwechslungsreich die verschiedenen Kämpfer sind. Hier hat sich Arc System Works richtig Mühe gegeben. Die Charakterdesigns sind fantastisch, die Animationen passen auch und die Move-Sets sind – zumindest habe ich nach den ersten Sessions das Gefühl – sehr gut auf die Charaktere abgestimmt.

Da wäre beispielsweise Leo Whitefang, ein Allrounder, der zwei riesige Schwerter schwingt, die an Schilde erinnern. Was ich toll finde: Das Charakterdesign lässt bereits erahnen, was der jeweilige Kämpfer zu bieten hat. In diesem Fall: Leo kann kräftig austeilen, aber auch ganz gut einstecken und seinem Gegner beispielsweise mit reflektierten Projektilen überraschen. Auch cool: Im Kampf kann er seinem Gegner den Rücken zuwenden. In dieser Haltung lassen sich verheerende Spezialangriffe starten – vorausgesetzt, die Tension-Leiste (Fans der Reihe sind bereits damit vertraut) ist gefüllt. Diese füllt sich schneller auf, je mehr man austeilt.

Der Ninja Chipp Zanuff spielt sich hingegen völlig anders. Chipp ist einer der schnellsten Charaktere im Spiel. Er kann beispielsweise eine Kopie von sich auf seinen Gegner stürmen lassen oder sich blitzschnell zum Kontrahenten teleportieren, um ihn dann mit einem kraftvollen Wurf auf die Matte zu schicken. Abgesehen davon ist er dazu in der Lage, in der Ecke einer Arena an der Wand hochzulaufen, um dadurch entweder einer Auseinandersetzung zu entkommen, oder einen Überrraschungangriff zu starten.

Um es an dieser Stelle abzukürzen: Die Charakterauswahl ist sehr gelungen und es sollte wirklich für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Easy to learn, hard to master

Damit ein Kampfpsiel erfolgreich ist, verfolgen Entwickler meistens das Ziel, den Einstieg möglichst einfach zu gestalten und gleichzeitig viel Tiefgang zu bieten. Das hat den Vorteil, dass man viele Spieler anspricht. Casual-Spieler werden zu Beginn nicht überfordert und Hardcore-Spieler haben die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu perfektionieren.

Guilty Gear -Strive- bietet – soweit ich das nach den ersten Matches beurteilen kann – genau das: Man kann mit einfach zu erlernenden Halb- und Viertelkreisbewegungen Spezialattacken zünden und diese ohne große Probleme mit Kombos verbinden. Um die zahlreichen Möglichkeiten auszuschöpfen, die die verschiednene Charaktere bieten, ist jedoch ausgiebiges Training erforderlich.

Ich hatte mit allen Charakteren, die ich ausprobiert habe, sofort das Gefühl, dass da noch viel mehr möglich ist. Um das volle Potenzial einschätzen zu können, muss ich aber erst noch mehr Zeit im Trainingsmodus verbringen.

Die verschiedenen Modi

Apropos Trainingsmodus: Dieser heißt in Guilty Gear -Strive- Dojo. Hier werden euch die Grundlagen beigebracht und ihr könnt Spezialattacken üben und Schlagkombinationen trainieren. Neben dem Trainingsmodus gibt es auch noch einen Missions-Modus, in dem ihr verschiedene Aufgaben erledigen müsst. Dieser Modus stand leider noch nicht zur Verfügung. Selbiges gilt auch für den Story-Modus.

Dafür durfte ich mich bereits online etwas austoben. Hier erwartet euch ein sehr schön gestalteter Community Hub. Diesen erkundet ihr als Retro-Männchen, das ihr mit verschiedenen Gegenständen individualisieren könnt.

Habt ihr das gemacht, dann erwartet euch ein Probekampf, durch den euer Können bestimmt wird. Danach werdet ihr in eine entsprechende Lobby geschickt, damit ihr gegen Gegner antreten könnt, die auf eurem Level sind. Dafür zückt ihr im Community einfach euer Schwert, damit ihr den anderen Spielern signalisiert, dass ihr Lust auf einen Kampf habt. Darüber hinaus gibt es noch die Modi Online-Match, Schnellstart und Rangliste.

Es gibt auch was auf die Ohren

Aber nicht nur grafisch und spielerisch macht Guilty Gear -Strive- einen guten Eindruck. Auch was den Sound betrifft, kann man sich nicht beklagen – zumindest wenn man auf Rock und Heavy Metal steht.

Für den Soundtrack ist übrigens der Serienschöpfer und Komponist Daisuke Ishiwatari verantwortlich. Einen Vorgeschmack bekommt ihr hier:

Übrigens: Ihr könnt das Spiel auch schon vor dem Release am 6. April ausprobieren. Entweder durch den Early Access, der am 18. Februar um 04:00 Uhr startet oder über durch die Open Beta, die für alle am 19. Februar um 04:00 Uhr beginnt und bis zum 21. Februar um 15:59 Uhr geöffnet ist.

Das denken wir:
Wie Guilty Gear -Strive- bei der Community ankommt, lässt sich jetzt noch nicht sagen, das Fundament ist jedoch großartig. Die Charaktere sind abwechslungsreich, die Grafik sieht super aus und die Spielmechanik bietet Tiefgang, ohne blutige Anfänger völlig zu überfordern. Hier erwartet uns ein 2,5D-Kampfspiel der Extraklasse.

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