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Razer Zephyr im Test: Lohnt sich die futuristische Atemmaske?

Der tragbare Luftreiniger Razer Zephyr ist endlich da und in unserem Test verrate ich euch, was die Maske kann und was ihr bei der Benutzung beachten müsst.

Razer Zephyr wurde Anfang des Jahres im Rahmen der CES 2021 ursprünglich als Project Hazel vorgestellt und seit dieser Konzeptphase hat sich das Produkt etwas verändert. Razer verzichtete leider auf eine UV-Reinigungsbox und einen integrierten Stimmverstärker. Das ist sehr schade, hat aber auch Vorteile.

So ist die Maske durch die fehlenden Lautsprecher ziemlich leicht (rund 205 Gramm) und da auch der Reinigungsbehälter fehlt, fällt der Preis etwas günstiger aus, als ich angenommen hatte. In der Konzeptphase hatte ich mit rund 200 Euro gerechnet. Der Preis liegt nun mit 110 Euro deutlich darunter.

Kommen wir gleich zum wichtigsten Punk: Der Razer Zephyr wird mit N95 Filtern ausgeliefert, die Maske an sich ist jedoch nicht N95 zertifiziert. Mit anderen Worten: An Orten, an denen medizinische Masken vorgeschrieben sind, beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln, ist die Maske aktuell noch nicht erlaubt, was den Einsatz natürlich deutlich einschränkt. In den USA und in Großbritannien erfüllt man mit der Zephyr hingegen die Bedingungen der Maskenpflicht.

Dafür verspricht Razer eine Bakterienfiltration von mehr als 99 Prozent. Die Maske schützt also besser als Standard-Einweg- oder Stoffmasken und filtert sowohl die eingeatmete als auch die ausgeatmete Luft.

Ein großer Pluspunkt ist auch die Nachhaltiggkeit: In der Maske kommen austauschbare 3-Tage-Filter zum Einsatz, die dreimal länger halten als täglich zu entsorgende Einwegmasken. Das schützt laut Razer die Umwelt, da 80 Prozent weniger Müll anfällt. Coole Sache. N95-Filterpakete zum Nachfüllen des Razer Zephyr, die jeweils 30 Tage Schutz bieten, werden für 35 Euro angeboten.

Übrigens sind die drei Filter durch den Magnetverschluss sehr leicht zu wechseln. Einfach Abdeckung abziehen, alten Filter raus, neuen Filter rein, Abdeckung wieder drauf und fertig.

Abgesehen davon wurden zwei Einlasslüfter mit zwei Geschwindigkeiten verbaut. Zwischen den Geschwindigkeiten (4200/6200 U/Min.) könnt ihr ganz einfach durch Drücken einer kleinen Multifunktionstaste am rechten Lufteinlass wechseln. Durch diese aktiven Lüfter fällt das Atmen deutlich leichter als beispielsweise mit einer FFP2-Maske. Der Nachteil: Die Lüfter machen Geräusche und gerade bei hoher Geschwindigkeit fällt das negativ auf. Bei niedriger Geschwindigkeit sind die Lüfter kaum zu hören.

Vorteilhaft finde ich auch den sozialen Aspekt im Vergleich zu anderen Masken. Der Mundbereich der Maske ist transparent, was es viel leichter macht, die Mimik des Trägers zu erkennen. Ich fand es schon immer befremdlich, mich mit jemandem zu unterhalten, dessen halbes Gesicht verdeckt ist.

Die Beleuchtung des Mundbereichs und die der Lüfterrringe wird über die App gesteuert, die ihr euch kostenlos für iOS oder Android herunterladen könnt. Die Bedienung ist sehr eingängig.

Ihr dürft zwischen verschiedenen Farben und Modi wechseln. So ist es etwa möglich, den Mundbereich statisch zu beleuchten und die externen Farben pulsieren zu lassen. Insgesamt stehen16,8 Millionen Farben zur Verfügung. Hier dürfte also für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Der Razer Zephyr wird nur über die offizielle Seite von Razer angeboten und aktuell ist er ausverkauft. Razer informiert auf den eigenen Social-Meida-Kanälen über kommende Drops.

Fazit:
Der Razer Zephyr ist ein absoluter Hingucker und sehr angenehm zu tragen. Abgesehen davon bietet die Maske einen guten Schutz vor Bakterien und Luftverschmutzung. Durch die noch fehlende N95-Zertifizierung ist er in Deutschland aber aktuell nur begrenzt einsetzbar.

Kurz gesagt: Hier erwartet euch eine Maske, die einen besseren Schutz bietet als Stoffmaksen, angenehmer zu tragen ist wie FFP2-Masken und mit der man auf jeden Fall auffällt. Ob einem das 110 Euro wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass ich nicht hoffe, dass wir den Rest unseres Lebens Masken tragen müssen, aber wenn das der Fall sein sollte, dann setze ich auf den Zephyr.

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